Das Cover der Cavallo-Ausgabe 09/2017

Danke, Cavallo: Gegen das Pferdeleid auf Reitturnieren

Mir ist heute die neue September-Ausgabe der Cavallo ins Haus geflattert. Mit einem ganz ganz wichtigen Titelthema: dem Pferdeleid auf Turnieren. Mit der mutigen Frage, warum Reiter, die absolut gegen das Pferd und dessen Wohlbefinden reiten, immer noch gute Wertungen und Turnierschleifen bekommen.

Eine Frage, die ich mir als Mensch, der sich noch nicht so lange mit Pferden und der Reiterei beschäftigt, auch immer wieder stelle. Wie kann das sein? Sind die Richter blind? Geschmiert? Haben keine Ahnung? Ich möchte ja eigentlich nichts davon annehmen, aber die Bilder, die man immer wieder von Turnieren sieht, sprechen leider eine andere Sprache. Irgendwas stimmt doch da nicht, wenn brutale Ritte mit guten Wertnoten belohnt werden.

Wenn Turniersport, dann nur mit dem Pferdewohl an erster Stelle!

Ich muss dazu sagen: Ich bin generell kein großer Fan von Reit“sport“ im Sinne von Wettkampf. Ich persönlich brauche das nicht. Aber wenn man Reiten denn als wettkampforientierten Sport betreiben möchte, muss in meinen Augen das Pferdewohl IMMER und ohne jeden Zweifel im Vordergrund stehen. Arbeitet der Reiter gegen das Pferd, tut er seinem Tier weh, dann ist das schlicht und ergreifend kein guter Ritt und das darf auf keinen Fall mit guten Wertungen belohnt werden! So seh ich das. Gut ist, wenn es dem Pferd gut geht und es so geritten wird, dass es möglichst lange gesund bleibt.

Wir brauchen mehr Mut

Und ich bin sehr froh, dass ein so großes Pferdemagazin wie die Cavallo die Turnierproblematik als Titelthema bringt. Es wird so sehr Zeit für ein Umdenken im Reitsport. So wie es derzeit läuft, darf es nicht weitergehen!

Es sind zahlreiche Bilder abgedruckt, die zeigen, wie es absolut nicht sein sollte, aber leider Gottes viel zu oft ist. Inklusive der (teilweise echt hohen!) Wertung, die mit diesen Ritten erreicht wurde. Toll, dass die Redaktion und die Fotografen den Mut haben, diese Bilder abzudrucken, kritisch einzuordnen und dieses Thema so prominent anzusprechen. Das ist nicht selbstverständlich, weil Menschen, die diese Praxis kritisieren, durchaus befürchten müssen, von der immer noch viel zu starken Pferdeleidlobby angegangen zu werden. Was absolut nicht sein darf!

Wir brauchen mehr Trainer, Reiter, Medien, Fachleute, die ihre Stimme erheben. Bis irgendwann die, denen das Pferdewohl egal ist, in der Minderzahl sind. Bis die Rufe nach mehr Fairness und Rücksicht so laut werden, dass man sie nicht mehr überhören kann. Für das Wohl der Pferde! Der Cavallo-Artikel ist da definitiv ein Schritt in die richtige Richtung!

Die Initiative #betterhorsesport

Auch, wenn ich persönlich kein großer Freund des Turnierreitens bin, setze ich hier das Hashtag #betterhorsesport, das zu einer Initiative für einen pferdefreundlicheren Turniersport gehört.

Weil es mir am Herzen liegt, dass der Turniersport den Pferden in Zukunft nicht mehr wehtut und dass wir uns einer anderen Reitkultur annähern, bei der die physische und psychische Gesundheit des Pferdes immer an oberster Stelle steht. Und zwar nicht nur auf dem Papier wie z. B. in den FN-Richtlinien. Denn: Entscheidend is‘, auch hier, aufm Platz!

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